Geschwister Becker in internationalem Finale

Zum 38. Mal trafen sich im niederländischen Venray 1.400 Judoka aus über 20 Nationen. Den mit Abstand weitesten Weg hatten sicherlich die Kämpferinnen und Kämpfer aus dem indischen Delhi. Mit zweieinhalb Stunden Fahrzeit, war es für die Geschwister Nils und Svenja Becker vom Polizei SV Herford nicht ganz so weit. Mit zuletzt ersten Plätzen beim Landessichtungsturnier in Duisburg sowie Nils mit einem zweiten und Svenja mit dem dritten Platz auch auf internationalen Matten in Hamburg stellten sie klar, dass sie auch in Venray vorne mit dabei sein wollten. Nach anfänglichen Freilosen ließen beide in ihren Auftaktbegegnungen nichts anbrennen. Der Luxemburger Thibaut Firon wurde von Nils ebenso vorzeitig von der Matte geschickt, wie die Niederländerin Stacey Mulleneers von seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Svenja, die mit einem lupenreinen Hüftfeger den wohl auch schnellsten Sieg des Tages einfuhr. Im späteren Halbfinale machte dann der Niederländer Jens Kuijpers Nils das Leben schwer. Allein Nils´ offensiver Kampfstil und seine unangenehme Griffart führten für ihn nach der Hälfte der Kampfzeit zu einem guten Vorteil, den er geschickt über die Zeit brachte. Gegen die deutsche Seminfinal-Kontrahentin, Samira Reimers, tat sich Svenja anfänglich ebenfalls schwer, attackiert aber immer wieder ihre Gegnerin und überraschte diese schließlich mit einem ansatzlosen Schulterwurf. Im Finale verwies mit einem blitzschnellen Hüftwurf die Engländerin Steph Walkers Svenja auf Platz zwei. Der Niederländer Bram Lichtenberg und Nils schenkten sich ihrer Finalbegegnung nichts. Kurz vor Ende der Kampfzeit nutzte Lichtenberg einen Griffvorteil für eine kleine Wertung, die er geschickt über die Zeit brachte und Nils damit ebenfalls Rang zwei überließ. „Die beiden haben sich toll entwickelt“, so der Abteilungsleiter des PSV Herford, Stefan Struckmeier. „Ihre Erfolge sind Lohn für die positive und konsequente Einstellung zum Leistungssport mit den vielen harten Trainingseinheiten und Entbehrungen!“

 

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