Nils Becker wird Westdeutscher Vizemeister

Das Bild zeigt die Platzierten der Gewichtsklasse bis 60kg (Becker, PSV Herford; Graczyk, Witten; Sokolowski, Bonn und Bizon, Mönchengladbach)

 

Der ganz große Wurf und bisherige Höhepunkt seiner Judokarriere gelang Nils Becker vom PSV Herford bei den Westdeutschen Einzelmeisterschaften im Judo in Bochum. In der Altersklasse U20 (Junioren) belegte der 17jährige Gymnasiast aus Höxter den 2. Platz in der Gewichtsklasse bis 60 kg und sicherte sich damit das heiß begehrte Ticket zur Deutschen Meisterschaft, die am 11.3.12 in Frankfurt/Oder ausgetragen wird.
In seinem Auftaktkampf besiegte Nils seinen Gegner Jan Dörband aus Mönchengladbach bereits nach wenigen Sekunden mit seiner „Spezialtechnik.
Und auch in Runde zwei ließ er nichts anbrennen, und schickte auch Florian Conrad aus Bevergern vorzeitig erst auf den Rücken und dann von der Judomatte. Im Kampf um den Poolsieg stand ihm mit Tristan Maaßen aus Leverkusen ein unbequemer Gegner und alter Bekannter gegenüber. Erst die Kampfrichterentscheidung nach der Golden Score Verlängerung brachte die deutliche 3:0 Entscheidung zu Gunsten von Nils und damit den Einzug ins Halbfinale. Dort wartete Dimitri Sokolovski aus Godesberg, der gerade erst eine Woche zuvor Bronze auf Bundesebene gewonnen hatte. Der entscheidende volle Punkt – Ippon – gelang Nils schon nach sensationellen 12 Sekunden
und damit erstmalig die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.

Nils Becker (weißer Judogi) gegen Sokolowski (blauer Judogi) im Kampf um den Einzug ins Finale

Im anschließenden Finale war der DM-Fünfte des Vorjahres und Bundesranglistenzweiter Nicki Graczyk aus Witten noch eine Nummer zu groß.
Besonders gerührt zeigte sich Trainer Teja Ahlmeyer nach diesem tollen Erfolg, hatte sich Nils noch Ende 2011 einer Knie-OP unterzogen, danach jedoch zum Jahresauftakt im Trainingslager in Rotterdam und beim regelmäßigen Stützpunkttraining in Herford und Osnabrück wieder zu einer
überragenden Form zurück gefunden: „Ich bin sehr stolz. Nils ist unglaublich fleißig und hat diesen Erfolg wirklich verdient!“

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