Pauline Starke Dritte der Europameisterschaften

Mit einer überragenden Leistungssteigerung holt die 16jährige vom PSV Herford die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften in der griechischen Metropole.


Mit schweren Arbeitssiegen über Momcilovic (Sebien) und Topolovec (Kroatien) gelang die Weserstädterin schließlich gegen die Französin Gwenaelle Patin ins Viertelfinale. Hier unterlag sie der Siegerin der Olympischen Jugendspiele nur denkbar knapp.
In der Trostrunde sollte die Aufgabe nicht leichter werden. Mit Kristina Shilova (Russland) wartete dort die aktuelle Weltranglisten Erste auf Pauline. Dennoch hielt Bundestrainerin Lena Göldi Pauline nicht für chancenlos. Anfang Juni beim Euopacup in Berlin unterlag die Bundeskaderathletin nur denkbar knapp mit einer Strafe gegen Shilova wegen Passivität. Diesmal revanchierte sich Starke und verbuchte mit einer selbigen Strafe gegen die Russin den Sieg für sich. Auch Blavier (Belgien) konnte sich anschließend nach einem ansatzlosen Hüftwurf nach 2:25 Min. aus dem Wettkampf verabschieden.
Nach Abschluss der Hauptrunde eröffnete dann das im Olympiastütspünkt Hannover trainierende Judotalent mit dem Kampf um Platz drei die Finalrunden des Tages. Mit großem Selbstbewusstsein und höchst konzentriert wollte sie es hier Boudouaia (Frankreich) möglichst schwer machen.

Diese hatte zuvor die amtierende Deutsche Meisterin und Weltranglistenzweite, Barbara Ertl aus dem bayerischen Lengriess aus dem Turnier geworfen. Der bundesdeutsche Trainerstab hatte seine Athletin doch perfekt auf die Bronzeaufgabe vorbereitet. Zunächst gab es für die Französin eine Strafe wegen zu großer Passivität. Kurze Zeit später setzt Starke mit einem Hüftfeger stark nach und beendete schließlich 20 Sekunden vor Schluss den Kampf um Platz drei mit einem Haltegriff für sich. „Ich wollte mir diese Chance einfach nicht nehmen lassen. Die Wochen des harten Trainings und der Entbehrungen sollten sich doch gelohnt haben“ so die Herforderin nach ihrem Sieg.

Auch die Bundestrainerin zeigte sich zufrieden. Ihre Entscheidung, Pauline mit zur EM nach Athen zu nehmen bezeichnete sie als „bronzerichtig“.

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