Judoka von Bünde-Herford sind Vizemeister


Aufgrund einiger verletzungsbedingter Ausfälle reiste die heimische Kampfgemeinschaft Bünde-Herford am letzten Kampftag in der Judo-NRW-Liga nur mit einem kleinen und sehr jungem Kader nach Bochum und traf dort mit dem Ausrichter PSV Bochum und dem bisherigen Drittplatzierten, dem Judo-Club Hennef, auf zwei absolute Topmannschaften.

Besonders vor dem JC Hennef, der am vorletzten Kampftag beide Begegnungen souverän gewinnen konnte, mahnte Trainer Stefan Struckmeier (PSV Herford) seine Mannschaft zur Vorsicht.

Das Bild zeigt die erfolgreiche Mannschaft stehend v.l.n.r.: Eduard Kuzke, Leonard Moritz, Yassin Grothaus, Trainer Andreas Schaffeld und Stefan Struckmeier
knieend: Timo Günther, Ayke und Luca Harmening, Maximilian Struckmeier und Daniel Cramer

Die Ausgangsposition war relativ klar: Der Erstplatzierte TV Remscheid, der sich zum Saisonstart mit niederländischen und nationalen Spitzenkämpfern verstärkt hatte, hatte 2 Punkte Vorsprung auf die heimischen Judoka und war nur noch durch ein Wunder vom ersten Platz zu verdrängen. Selber hatte man 3 Punkte Vorsprung auf den JC Hennef. Ein Sieg reichte für die Vizemeisterschaft, zwei braute man um Remscheid unter Druck zu setzten.

Die erste Begegnung lautete JC Hennef gegen die JKG Bünde Herford. Zwar gingen die ersten beiden Begegnungen durch Jonas Rabbatah (+100kg) und Ayke Harmening (-60kg) an die heimischen Judoka, doch danach verließen sie das Glück. Zwei Kämpfe gingen klar verloren, aber drei Begegnungen verlor man sehr, sehr unglücklich und plötzlich hatte man nur noch einen Punkt Vorsprung auf Hennef, die auch ihre zweite Begegnung mit 4:2 gegen Bochum gewinnen konnten.

Die dritte Begegnung lautete dann: PSV Bochum gegen die JKG Bünde Herford. „Die Niederlage gegen Hennef abhaken und angreifen, jede unnötige Einzel-Niederlage kann jetzt die Vizemeisterschaft kosten,“ mahnte Struckmeier und forderte seine Mannschaft zu absoluter Konzentration auf.

Und es entwickelte sich der erwartete harte Fight. Jonas Rabbatah und Ayke Harmening brachten die JKG wieder schnell mit 2:0 in Führung, doch die Nachwuchskämpfer Timo Günther (-73kg) und Maximilian Struckmeier (-66kg) verloren ihre Begegnungen äußerst unglücklich kurz vorm Ende der Wettkampfzeit.  2:2 Ausgleich.

Leonard Moritz (-90kg) startete eine Gewichtsklasse höher -100kg und beschäftigte seinen schwereren Gegner so stark, dass dieser wegen drei Passivitätsstrafen disqualifiziert wurde. Anschließend warf der 73kg- Kämpfer Sascha Korn in der Klasse -90kg seinen Gegner zweimal und gewann vorzeitig zum wichtigen und uneinholbaren 4:2. Jetzt konnten die heimischen Judokas auch die Niederlage vom jüngsten Herforder, dem 17jährigen Jean-Pierre Löwe (-81kg) verschmerzen. Mit 4:3 war Bochum bezwungen.

Diese zwei Auswärtspunkte bedeuten für die JKG Bünde- Herford den zweiten Platz in der dritthöchsten Judo-Liga und die Qualifikation für die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga.

„Was wir diese Saison mit einer der jüngsten Mannschaften in der NRW-Liga erreicht haben, ist Wahnsinn“, freuen sich die Verantwortlichen vom BTW Bünde und PSV Herford.

„2.Bundesliga wäre zwar schön, kommt aber für diese junge Mannschaft sicher 2-3 Jahre zu früh. Wir lassen uns jetzt aber nicht verrückt machen und bleiben auf dem Teppich. Verpflichtungen in teure ausländische Spitzenkämpfer wird es nicht geben. Wir fördern lieber die eigene Jugend und bauen sie systematisch und behutsam in die Mannschaft ein. Die NRW-Liga ist finanziell überschau- und leistbar und auch sportlich anspruchsvoll.“

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