Am letzten Kampftag der Judo NRW-Liga reiste das Team vom PSV Herford mit einem Zweipunktevorsprung zum Viertplatzierten, den Post SV Düsseldorf, mit dem man sich schon in den vergangenen Jahren spannende Kämpfe lieferte. Lediglich der FC Stella Bevergern hätte die Herforder noch rechnerisch abfangen können.

Durch die Verlegung letzten Kampftages (Hitzewochenende in NRW) fehlten allerdings gleich neun Top-Kämpfer aufgrund von Fortbildung, Urlaub und anderen Terminen. Trotzdem schaffte man es von Herforder Seite alle Gewichtsklassen zu besetzen, wobei gleich in 3 von den 7 Gewichtsklassen ein Kämpfer eine Gewichtsklasse hochgesetzt werden musste. Die Jungs kämpften souverän, ließen den Gegnern nur wenig Entfaltungsmöglichkeiten und gewannen ihre Einzelbegegnungen sowohl durch tolle Würfe im Stand als auch im Bodenkampf durch Haltegriff und Armhebel. Lediglich der ukrainische Ü30-Weltmeister konnte seinen Kampf für die Düsseldorfer gewinnen und den Ehrenpunkt zum 1:6 im Hinkampf holen. Da bei diesem Zwischenstand eigentlich nichts mehr anbrennen konnte, stellte Trainer Stefan Struckmeier seine Mannschaft auf 4 Positionen um, damit einige Kämpfer sich nach der harten Hinrunde etwas schonen konnten. Die Konzentration blieb hoch und die Kämpfer konnten auch diesen Durchgang, wenn auch etwas knapper, verdient mit 4:3 für sich entscheiden. Im Gesamtergebnis sprang mit dem 10:4 gegen Düsseldorf das siebte zweistellige Ergebnis in dieser Saison heraus.
„In dieser Saison gab es viele Rückschläge und Ausfälle, doch diese wurden von den Mannschaftskameraden kompensiert. Jeder stand für den anderen ein, keiner war sich zu schade im Dienste der Mannschaft mal ein oder auch zwei Gewichtsklassen höher zu kämpfen. Was wir in dieser NRW-Liga wieder erreicht haben, ist Wahnsinn“, freuen sich die Verantwortlichen vom PSV Herford.
„Sechs Mal in Folge NRW-Meister ist schon eine kleine Machtdemonstration. Wir lassen uns jetzt aber nicht verrückt machen und bleiben auf dem Teppich. Verpflichtungen in teure ausländische Spitzenkämpfer wird es nicht geben. Wir fördern lieber die eigene Jugend und bauen sie weiter systematisch und behutsam in die Mannschaft ein.“
