Enttäuschung bei den Mannschaftsmeisterschaften

 

Zur diesjährigen westdeutschen Vereinsmannschaftsmeisterschaft unter 15 Jahren schickte der PSV Herford als einziger Verein im Regierungsbezirk Detmold gleich zwei Mannschaften nach Düsseldorf. Hier trafen sich die 14 besten Vereine aus NRW mit ihren Mannschaften, um die Meister auszukämpfen.

Die Jungenmannschaft startete aufgrund von Schulveranstaltungen und Krankheitsfällen bereits in geschwächter Besetzung und konnte nicht in jeder der acht Gewichtsklassen einen passenden Kämpfer stellen. Durch den geschickten Einsatz seiner Kämpfer schaffte es Trainer Sascha Korn jedoch, dass keine Begegnung kampflos abgegeben werden musste.

Im ersten Mannschaftskampf trafen die Herforder auf den Kölner Verein JJJC Yamanashi Porz und mussten sich hier mit 5:3 geschlagen geben. Nach einem harten Einsatz aller Kämpfer konnte gegen den JC 66 Bottrop ein 4:4 Sieg mit einer besseren Unterbewertung erkämpft werden. Die starken Gelsenkirchener beendeten dann jedoch mit einem 6:2 Sieg den Weg durch die Trostrunde für die Herforder Jungs.

 

Bei den Mädchen fuhr ein hoher Erwartungsdruck mit nach Düsseldorf. Nachdem die Mannschaftswertungen der diesjährigen Sichtungsturniere an die Herforderinnen ging, hatte Trainerin Daniela Kabbeck ein Ergebnis unter den ersten drei als Ziel vor Augen. Neben dem Kader von 11 Kämpferinnen aus Herford wurde die Mannschaft zusätzlich mit zwei Fremdstarterinnen aus Witten verstärkt, so dass fast alle sieben Gewichtsklasse mehrfach besetzt waren.

Direkt im Auftaktkampf starteten die Mädels gegen die Mannschaft des SSF Bonn, die sich ebenfalls sehr stark präsentierte. Unbeeindruckt und siegessicher zeigten die Herforderinnen ihre Stärken und konnten nach einem Unentschieden und vier Siegen mit 4:2 die Begegnung für sich entscheiden. Auch gegen Olsberg marschierte die Mannschaft mit einem 6:1 weiter in den Finaleinzug. Hier wartete der Titelverteidiger der letzten Jahre.

Hochmotiviert gingen die Auswahl der sieben Kämpferinnen auf die Matte und zeigten, dass sie ohne Probleme mithalten konnten. Im entscheidenden Kampf ging Michelle Schmal in der Klasse bis 36 kg in den Kampf und führte souverän mit einer Wazaari Wertung. Nach einer zweiten Wurfaktion schrieb man ihr erneut eine Wertung zu und beendete kurzfristig den Kampf. Nach kurzer Diskussion der drei Kampfrichter wurde die Entscheidung jedoch zurück genommen und aus unerklärlichen Gründen der Gegnerinnen gutgeschrieben. Nach dieser Verwirrung stolperte Michelle unglücklich und verlor so den Kampf. Trotz lautem Protest und Beweisfotos wurde das Ergebnis nicht verändert, so dass die Herforder Mädchen mit 4:3 verloren hatten.

Großes Unverständnis trübte anschließend das Herforder Team, das nun erneut gegen Bonn im Kampf um Platz drei antreten musste. Hier gaben die nominierten Kämpferinnen alles, verloren jedoch drei von sechs Begegnungen, so dass es am Ende 3:3 unentschieden stand. Im entscheidenden letzten Kampf erkämpfte Katrin Bocker in einem harten Kampf ebenfalls unentschieden, wonach sich der psychische Druck noch mehr erhöhte, da es direkt in die Verlängerung des Stichkampfes ging. Hier brachte die Bonner Kämpferin ihre Wurftechnik durch, wonach die Begegnung und der dritte Platz mit 4:3 an Bonn ging.

Eine große Enttäuschung für das junge Team des PSV Herford, das nun im nächsten Jahr noch einmal angreifen wird – in der Hoffnung auf eine gerechte und faire Kampfrichterbeurteilung.

Dieser Beitrag wurde unter Berichte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.