Pauline Starke ist Deutsche Vizemeisterin der Junioren

Am vergangenen Wochenende traf sich die deutsche Judoelite in Frankfurt (Oder) zu den nationalen Titelkämpfen der Junioren.Halbfinale DEM 2016

Zu den Topfavoriten im 57 kg-Limit zählte auch Pauline Starke vom PSV Herford. Und Sie sollte die Erwartungen von Bundestrainer Pusa nicht enttäuschen. Starke formulierte ihr Ziel schon zu Beginn der Titelkämpfe klar: „Ich möchte endlich mal wieder ganz oben stehen!“ Dass das ernst gemeint war, bekamen gleich die ersten Vorrundengegnerinnen deutlich zu spüren. Die Sächsin, Gredig verließ nach 26 Sekunden wieder die Matte. Zuvor sah es für die Westfälin, Kirchrath nach 1:41 Min, nicht viel besser aus. Im Viertelfinale konnte sich die Badenerin, Diede nach 1:33 Min. auf die Trostrunde vorbereiten. Dann machte es Starke im Halbfinale spannend. Zunächst ging sie gegen die Bayerin, Ziegler, mit einer mittleren Wertung in Führung. Aus einem anschließenden Haltegriff der Werrerstädterin drehte sich Zielger geschickt heraus, kehrte den Spieß um und hielt diesmal die Herforderin fest. Landestrainer, Raik Schilbach, wähnte schon das Aus für seine Athletin, die sich mit einem enormen Kraftakt befreite und nochmal alle Chancen offen hielt. Nach 3:37 abgelaufener Kampfzeit machte Pauline dann das Finale mit einem erneuten Haltegriff für sich klar und deutlich, dass sie wirklich an diesem Tag ganz oben stehen wollte.

 

„Im Titelkamp lief es dann unglaublich gut für Pauline“, so Vater Markus Starke. „Pauline dominierte klar den Kampf und ging frühzeitig gegen Nationalmannschaftskollegin, Jennifer Schwille aus Württemberg mit einer hohen Wertung in Führung.“ Diese holte zwar noch mit einer kleinen Wertung etwas auf, musste jedoch auch nach der Hälfte der Kampfzeit eine Strafe für Passivität akzeptieren. Schilbach forderte von Starke, ihren Stil nicht zu ändern und die verbleibenden zwei Minuten so weiterzumachen wie bisher. Dann sei alles sicher. 14 Sekunden später waren die Titelträume dahin. Der Aufforderung des Vaters, weiter mit den Füssen zu arbeiten, folgte Tochter Pauline sofort. Ein Coachingfehler mit Folgen. Ein nicht konsequent genug angesetzter Fußwurf konterte Schwille und machte damit Starke einen Strich durch das Ziel, an diesem Tag mal wieder ganz oben stehen zu wollen. „Pauline war die klar bessere,“ so Schwille anschließend. „Ich hatte einfach ein riesen Glück. Das ist halt auch Judo“ Dennoch ist die Herforderin mit dem zweiten Platz zufrieden.

 

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